Schädlinge & Wespen

Wespennest entfernen lassen: Kosten, wer zahlt und wann es kostenlos ist

Was die Entfernung eines Wespennests kostet, wovon der Preis abhängt, wer als Mieter oder Eigentümer zahlt und wann Abwarten oder Beratung kostenlos sind.

30. September 2026 von · 17 Min. Lesezeit

Zuletzt aktualisiert am 8. Oktober 2026

Die kurze Antwort Ein Wespennest entfernen zu lassen kostet laut Verbraucherzentrale (Stand 05.01.2026) ohne besonderen Aufwand zwischen 150 und 250 Euro plus Mehrwertsteuer, inklusive Anfahrt. Kostenlos sind Abwarten bis zum Herbst und die Beratung durch Naturschutzbehörde oder ehrenamtliche Wespenberater. In Mietwohnungen trägt in der Regel der Vermieter die Kosten.

Kurz zusammengefasst

Der Preis für die Nestentfernung hängt an Erreichbarkeit, Nestort, Art und Größe des Volkes und der Entfernung zum nächsten Betrieb. Eine fachgerechte Umsiedlung ist deutlich teurer als eine Entfernung. Hornissen sind besonders geschützt, ein Eingriff braucht eine Genehmigung der Unteren Naturschutzbehörde. Die Feuerwehr kommt nur bei konkreter Gefahr und stellt ihren Einsatz nach Satzung in Rechnung. Gebäude- und Hausratversicherung zahlen nur, wenn ein Haus- oder Wohnungsschutzbrief vereinbart ist. Der Kosten-Kompass ordnet die vier Wege Abwarten, Beraten, Umsiedeln und Entfernen nach Aufwand und Preis.

Wie viel kostet es, ein Wespennest vom Fachbetrieb entfernen zu lassen?

Die Entfernung eines Wespennests durch einen Fachbetrieb kostet nach Angaben der Verbraucherzentrale (Stand 05.01.2026) je nach Region und Aufwand zwischen 150 und 250 Euro plus Mehrwertsteuer, inklusive Anfahrt. Mehr wird fällig, sobald Hebebühne, Arbeit im Hohlraum oder eine Umsiedlung nötig sind.

Diese Spanne beschreibt den einfachen Fall: Das Nest ist gut erreichbar, die Art ist klar, der Betrieb kommt aus der Nähe. Die Verbraucherzentrale nennt als typischen Preistreiber eine Hebebühne, die eigens bestellt werden muss, um an ein hoch sitzendes Nest zu gelangen. Eine professionelle Umsiedlung stuft sie als deutlich aufwendiger und klar teurer als die Entfernung ein. Wer umsiedeln lässt, zahlt also nicht weniger, sondern für den schonenderen Weg mehr.

Sofortmaßnahmen am Nest behandelt der Ratgeber Wespennest entfernen: was du jetzt wissen musst. Dieser Beitrag setzt danach an und klärt, was die einzelnen Wege kosten, wer die Rechnung trägt und wie du einen Einsatz ganz vermeidest. Die Nachfrage ist hoch: Laut Auswertung der Redaktion (Datenstand 29.09.2026, Methodik) suchen Menschen in Deutschland rund 4.400 Mal pro Monat nach „wespennest entfernen kosten“ und genauso oft nach „wespennest entfernen kostenlos“.

Seriöse Betriebe nennen am Telefon einen ungefähren Preis und das geplante Vorgehen, so die Verbraucherzentrale. Frag gezielt, ob eine Anfahrtspauschale separat berechnet wird oder bereits enthalten ist, denn die Spanne der Verbraucherzentrale schließt die Anfahrt ein. Die Verbraucherzentrale NRW kennt Fälle, in denen für einen halbstündigen, laienhaften Einsatz mehr als das Doppelte der üblichen Obergrenze verlangt wurde.

Welche Faktoren machen die Nestentfernung teurer?

Sechs Faktoren bestimmen den Preis einer Nestentfernung: Erreichbarkeit, Nestort, Volksgröße zum Einsatzzeitpunkt, Tierart, Anfahrtsweg und Einsatzzeit. Jeder Faktor lässt sich vor dem Auftrag am Telefon klären, wenn du Fotos, Höhe und Lage des Nests beschreibst.

Faktor Warum er den Preis bewegt Was du vorab klärst
Erreichbarkeit Hebebühne oder Drehleiter kosten extra. Die Feuerwehr Burladingen berechnet mit Drehleiter das Vierfache ihrer Pauschale ohne Drehleiter. Höhe des Nests in Metern, Zufahrt für Fahrzeuge
Nestort Nester in Rollladenkästen, Dachböden oder Holzverschalungen liegen verdeckt und brauchen mehr Arbeitszeit als ein sichtbares Nest. Ob der Hohlraum von außen zugänglich ist
Volksgröße Lästige Wespenarten bilden Völker mit 1.000 bis 5.000 Tieren, frei nistende Arten bleiben bei 200 bis 300 Tieren. Flugbetrieb am Einflugloch, Monat der Entdeckung
Tierart Hornissen brauchen vor jedem Eingriff eine Genehmigung der Unteren Naturschutzbehörde, das verlängert den Ablauf. Ob die Art bereits bestimmt ist
Anfahrtsweg Kammerjäger sind dünn gesät, in drei von vier größeren Gemeinden fehlt ein dichtes Angebot vor Ort. Firmensitz und Entfernung zum Einsatzort
Einsatzzeit Ob Abend- oder Wochenendzuschläge anfallen, legt jeder Betrieb selbst fest. Ob ein Werktagstermin reicht und welche Zuschläge gelten

Die Volksgröße hängt stark vom Monat ab. Nach dem Merkblatt des Landratsamts Schwäbisch Hall (Stand 2024) gründet die Königin ihr Nest Anfang Mai, das Volk erreicht sein Maximum im August bis September. Die Probleme an der Kaffeetafel beginnen deshalb erst Ende Juli oder im August.

Bei Hornissen kommt ein Kostenrisiko hinzu, das kaum ein Angebot erwähnt. Das Umweltbundesamt beschreibt die Filialbildung: Wird der Hohlraum für das wachsende Volk zu eng, bauen die Tiere gleichzeitig ein zweites Nest in einer anderen Höhlung. Wer nur das sichtbare Nest behandeln lässt, bezahlt womöglich zweimal.

Die Zahlen der Redaktion zeigen, wie stark der Anfahrtsweg wirkt. Von 2.931 Gemeinden ab 5.000 Einwohnern haben nur 749 mindestens drei Kammerjäger im Umkreis von 10 km und mindestens einen in 5 km. Bei Elektrikern sind es 2.925 Gemeinden. Insgesamt erfasst die Datenbasis 1.842 Kammerjäger, gegenüber 52.681 Elektrikern (Methodik).

Wespe, Hornisse oder Biene: wie verändert die Art Kosten und Rechtslage?

Die Tierart entscheidet, ob ein Eingriff überhaupt erlaubt ist, wer zuständig ist und ob Kosten entstehen. Wespen dürfen nur mit vernünftigem Grund bekämpft werden, Hornissen nur mit Genehmigung, und ein Honigbienenschwarm ist ein Fall für Imker, die oft kostenlos kommen.

Welche Wespen machen überhaupt Ärger?

Das Umweltbundesamt zählt in Deutschland rund 700 Wespenarten. Lästig am Kaffeetisch werden nur zwei: die Gemeine Wespe und die Deutsche Wespe. Beide bauen meist in Erdhöhlen, in Siedlungen auch in Dachböden und Rollladenkästen. Freihängende Nester stammen laut Umweltbundesamt von Arten, die keine menschlichen Nahrungsmittel anfliegen, etwa von der Sächsischen Wespe. Das Landratsamt Schwäbisch Hall hält fest, dass offen hängende Papiernester auf dem Balkon nie zu den beiden lästigen Arten gehören, und rät, sie zu schonen. Für die Kosten heißt das: Ein frei hängendes Nest ist selten ein Grund für eine bezahlte Entfernung.

Was ändert sich bei Hornissen?

Die Hornisse steht nach der Bundesartenschutzverordnung unter besonderem Schutz. Für das Entfernen ihres Nests ist laut Umweltbundesamt immer eine Genehmigung der Unteren Naturschutzbehörde nötig. Das Landratsamt Schwäbisch Hall beschreibt den Weg genauer: Erst Beratung, dann ein Antrag auf eine artenschutzrechtliche Ausnahme, und auch eine Umsiedlung braucht die Genehmigung. Ein Angebot ohne diesen Schritt lehnst du ab.

Und wenn es Bienen sind?

Ein Honigbienenschwarm gehört zunächst einem Imker. Nach § 961 BGB wird ein ausgezogener Schwarm erst herrenlos, wenn der Eigentümer ihn nicht unverzüglich verfolgt oder die Verfolgung aufgibt. Ein Infoblatt zur bundesweiten Schwarmvermittlung, das das Landratsamt Altötting bereitstellt, beschreibt rund 1.000 registrierte Imker, die herrenlose Schwärme kostenlos einfangen. Wildbienen und Hummeln sind laut Landratsamt Schwäbisch Hall gesetzlich geschützt und friedfertig, hier ist Abwarten die Regel.

Welche Bußgelder drohen bei einem Eingriff ohne Grund?

Das Bundesnaturschutzgesetz setzt in § 69 den Rahmen. Wer Tiere einer besonders geschützten Art wie der Hornisse tötet oder ihre Fortpflanzungsstätten zerstört, handelt ordnungswidrig und riskiert nach § 69 Abs. 7 BNatSchG eine Geldbuße bis zu 50.000 Euro. Wer ohne vernünftigen Grund die Lebensstätte gewöhnlicher Wespen erheblich beeinträchtigt oder zerstört, riskiert nach derselben Vorschrift bis zu 10.000 Euro. Beide Beträge sind Obergrenzen, die Behörde entscheidet im Einzelfall.

Woran du die Nester der drei Arten sicher unterscheidest, zeigt Bienen-, Wespen- oder Hornissennest? So unterscheidest du die Nester.

Wie funktioniert der Kosten-Kompass mit Abwarten, Beraten, Umsiedeln und Entfernen?

Der Kosten-Kompass ist das Entscheidungsraster der Redaktion für jedes Wespennest. Er ordnet vier Wege nach steigendem Eingriff und steigendem Preis: Abwarten, Beraten, Umsiedeln, Entfernen. Du prüfst die Wege der Reihe nach und gehst erst weiter, wenn der vorige nicht passt.

Richtung Passt, wenn Wer hilft Kosten
1. Abwarten das Nest abseits von Eingängen, Fenstern und Spielflächen liegt und niemand allergisch ist du selbst, mit Abstand und Fliegengitter keine
2. Beraten du unsicher bist, welche Art es ist oder ob ein vernünftiger Grund vorliegt Untere Naturschutzbehörde, ehrenamtliche Fachberater bei Behörden in der Regel kostenfrei
3. Umsiedeln das Nest stört, die Tiere aber an anderer Stelle weiterleben können geschulte Wespen- und Hornissenberater, Fachbetriebe laut Verbraucherzentrale deutlich teurer als eine Entfernung
4. Entfernen eine Umsiedlung nicht möglich ist und eine konkrete Gefahr besteht Schädlingsbekämpfer, bei Hornissen nur mit Genehmigung laut Verbraucherzentrale im einfachen Fall die genannte Spanne

Die Reihenfolge folgt der Empfehlung des Umweltbundesamts. Die Behörde nennt als erste Anlaufstelle die zuständige Naturschutzbehörde, eine Umsiedlung nur durch geschulte Personen und eine Bekämpfung erst dann, wenn keine Umsiedlung möglich ist. Die günstigste Richtung ist damit zugleich die, die rechtlich am wenigsten Risiko trägt.

Abwarten kostet nichts und ist die erste Richtung. Das Landratsamt Schwäbisch Hall empfiehlt, zuerst zu prüfen, ob überhaupt Handlungsbedarf besteht, und nennt zwei Mittel: Fliegengitter vor den Fenstern und eine Stellwand, die die Ein- und Ausflugschneise verlegt. Das Umweltbundesamt rät zu mindestens zwei Metern Abstand zum Nest.

Beraten kostet bei Behörden wie dem Landratsamt München nichts und klärt die wichtigste Frage, nämlich ob ein Eingriff erlaubt ist. Ein Wespen- und Hornissenberater bestimmt die Art und schätzt ein, ob eine Nestumsiedlung möglich ist. Umsiedeln und Entfernen sind die beiden Wege, für die du eine Rechnung einplanst.

Gut zu wissen

Der Kompass dreht sich mit der Jahreszeit. Ein Nest, das im Juni am Rollladenkasten auffällt, hat noch bis zu drei Monate Wachstum vor sich, daher lohnt früh die Beratung. Ein Nest, das du Ende September entdeckst, hat seinen Höhepunkt bereits hinter sich. Das Umweltbundesamt beschreibt, dass die Völker im Herbst ihr Nest aufgeben. Für eine späte Entdeckung ist Abwarten deshalb oft die klügste Richtung, sofern niemand im Haushalt auf Stiche allergisch reagiert.

Wann kannst du ein Wespennest kostenlos loswerden?

Ein Wespennest kostenlos loszuwerden gelingt auf zwei Wegen: durch Abwarten bis zum Herbst und durch kostenfreie Beratung bei Naturschutzbehörde oder Naturschutzverbänden. Eine kostenlose Entfernung durch einen Fachbetrieb gibt es in der Regel nicht, die Feuerwehr stellt ihren Einsatz ebenfalls in Rechnung.

Das Landratsamt München schreibt ausdrücklich, dass die Beratung durch seine Untere Naturschutzbehörde kostenfrei ist. Die Behörde klärt dort vor jeder Umsiedlung oder Beseitigung, ob ein vernünftiger Grund vorliegt und ob eine geschützte Art betroffen ist. Der Arbeitskreis Wespen- und Hornissenberatung des Bund Naturschutz in München berät laut Landratsamt ebenfalls kostenlos.

Landkreise wie Schwäbisch Hall setzen auf Ehrenamtliche. Das dortige Landratsamt listet ehrenamtliche Fachberater, die in ihrer Freizeit telefonisch beraten und teils auch umsiedeln. Muss ein Wespennest nach dieser Beratung beseitigt werden, erledigen das laut Merkblatt gewerbliche Schädlingsbekämpfer gegen Rechnung. Ob ein Ehrenamtlicher für eine Umsiedlung eine Aufwandsentschädigung verlangt, erfragst du vorher.

Der verlässlichste kostenlose Weg bleibt die Zeit. Wespen- und Hornissennester werden nach Angaben des Umweltbundesamts im Herbst aufgegeben, nur begattete Jungköniginnen überwintern. Ein verlassenes Nest musst du nicht von einem Fachbetrieb entfernen lassen. Frag bei Hohlräumen trotzdem die Naturschutzbehörde, bevor du im Winter Einflugöffnungen verschließt.

Wann rückt die Feuerwehr bei einem Wespennest aus, und wer zahlt den Einsatz?

Die Feuerwehr entfernt Wespennester nur bei einer konkreten Gefahr, wenn kein Fachbetrieb rechtzeitig helfen kann. Das Landratsamt München spricht von unmittelbarer Gefahr für Leben und Gesundheit. Ihr Einsatz ist dann kostenpflichtig und wird nach der örtlichen Gebühren- oder Kostensatzung abgerechnet.

Die Berufsfeuerwehr Eisenach nennt in ihrem Infoblatt drei Voraussetzungen, die zusammen erfüllt sein müssen. Erstens besteht eine konkrete Gefahr, die der Einsatzleiter im Einzelfall beurteilt. Zweitens kann keine anerkannte Fachfirma in der notwendigen Zeit helfen. Drittens ist Selbsthilfe nicht möglich, wobei Selbsthilfe dort Absperren und Umgehen meint, nicht das Entfernen. Handelt die Feuerwehr, folgt ein Gebührenbescheid nach der Gebührensatzung.

Die Höhe regelt jede Kommune selbst. Einige Kommunen, etwa Mitterteich und Burladingen, führen in ihren Satzungen eine eigene Pauschale für die Beseitigung von Insekten oder Wespennestern. Die Feuerwehr Burladingen staffelt ihre Pauschale danach, ob eine Drehleiter nötig ist, und weist darauf hin, dass sie nur bei konkreter Gefahr handeln darf. Die Feuerwehr ist damit kein günstiger Ersatz für den Kammerjäger, sondern eine Reserve für echte Notlagen.

Eine Ausnahme bildet der medizinische Notfall. Eine starke allergische Reaktion nach einem Stich ist ein Fall für die 112, unabhängig davon, wer später das Nest entfernt. Das Umweltbundesamt weist darauf hin, dass verschluckte Wespen auch bei Nichtallergikern durch anschwellende Schleimhäute Atemnot auslösen können.

Wer zahlt die Nestentfernung: Mieter, Vermieter oder Eigentümer?

Bei einer Mietwohnung trägt in der Regel der Vermieter die Kosten, weil die Beseitigung eines vorhandenen Befalls als Mangelbeseitigung gilt. Mieter zahlen nur ausnahmsweise vor und können die Kosten zurückfordern. Eigentümer eines selbst bewohnten Hauses zahlen selbst, sofern kein Schutzbrief greift.

Das Amtsgericht Würzburg hat mit Urteil vom 19.02.2014 (Az. 13 C 2751/13) einem Mieterpaar recht gegeben, das ein Wespennest am Balkon entfernen ließ und die Kosten vom Vermieter zurückforderte. Das Paar hatte ein Kleinkind, ein Mieter hatte eine Allergieproblematik, und der Vermieter war telefonisch nicht erreichbar. Grundlage ist § 536a Abs. 2 Nr. 2 BGB: Der Mieter darf einen Mangel selbst beseitigen und Ersatz verlangen, wenn die umgehende Beseitigung zur Erhaltung oder Wiederherstellung des Bestands der Mietsache notwendig ist. Das Gericht sprach selbst von einer Entscheidung im Grenzbereich.

Die Betriebskostenverordnung nennt in § 2 Nr. 9 die Kosten der Ungezieferbekämpfung als umlagefähig. Das Amtsgericht Hamburg hat mit Urteil vom 15.08.2001 (Az. 45 C 35/01) klargestellt, dass nur regelmäßige, laufende und vorbeugende Maßnahmen auf alle Mieter verteilt werden dürfen. Die Bekämpfung von vorhandenem Ungeziefer ist nach dem Urteil Instandhaltung und Mangelbeseitigung und damit Sache des Vermieters. Eine einmalige Nestentfernung passt nach dieser Linie nicht in die Nebenkostenabrechnung.

Eigentümer eines selbst bewohnten Hauses tragen die Kosten selbst. Sitzt ein Nest an Dach oder Fassade einer Eigentümergemeinschaft, klärst du mit der Verwaltung, wer den Auftrag erteilt.

Wichtiger Hinweis

Die Urteile betreffen Einzelfälle, andere Gerichte können anders entscheiden. Beauftrage als Mieter nur dann selbst, wenn akute Gefahr besteht und du den Vermieter nachweislich nicht erreichst, und dokumentiere deine Anrufe. Diese Informationen ersetzen keine Rechtsberatung (Stand 30.09.2026). Verbindliche Auskunft geben dein Mieterverein, die Verbraucherzentrale oder eine Anwältin oder ein Anwalt für Mietrecht.

Zahlt die Gebäude- oder Hausratversicherung die Entfernung eines Wespennests?

Die Grunddeckung von Wohngebäude- und Hausratversicherung zahlt die Entfernung eines Wespennests in der Regel nicht, weil ein Nest keine versicherte Gefahr ist. Die Kosten übernimmt nur ein Haus- oder Wohnungsschutzbrief, den Versicherer als Zusatzbaustein zu beiden Policen anbieten.

Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) nennt für die Wohngebäudeversicherung als typische versicherte Gefahren Feuer, Sturm ab Windstärke 8, Hagel, Leitungswasser und Überspannung durch Blitz (Stand 31.01.2025). Für die Hausratversicherung kommen Einbruchdiebstahl, Explosion und Implosion hinzu. Ein Wespennest gehört zu keiner dieser Gefahren. Wer nach „wespennest entfernen kosten gebäudeversicherung“ sucht, findet die Antwort daher im Zusatzbaustein, nicht in der Grundpolice.

Der GDV beschreibt den Schutzbrief als Notfallhilfe für Situationen jenseits des reinen Sachschadens. Er übernimmt die Kosten für die Beseitigung von Wespen- oder Bienennestern in und außen an der versicherten Wohnung sowie im dazugehörigen Garten. Bei anderen Schutzbrief-Leistungen nennt der GDV eine Erstattung bis zur vereinbarten Höhe, prüfe deshalb die Obergrenze in deinem Vertrag. Wie Schutzbrief und Grundpolice bei nassen Schäden zusammenspielen, zeigt der Beitrag Wasserschaden: welche Versicherung zahlt was?.

Gut zu wissen

Such in deinen Unterlagen nach den Begriffen Schutzbrief, Assistance oder Notfallservice. Laut GDV organisiert der Schutzbrief die Hilfe im Notfall und bezahlt sie, statt dass du selbst einen Betrieb suchst. Der GDV rät bei der Hausratversicherung außerdem, vor jedem Handwerkerauftrag den Versicherer zu fragen, ob er die Kosten übernimmt. Als Mieter lohnt der Blick in die eigene Hausratpolice auch dann, wenn eigentlich der Vermieter zahlungspflichtig ist: Der Schutzbrief deckt Nester in und außen an deiner Wohnung und im zugehörigen Garten.

Bei anderen Schädlingen hängen die Kosten von anderen Faktoren ab: Kammerjäger-Kosten: wovon der Preis abhängt. Was bei Ratten gilt, steht in Ratten im Haus: Anzeichen, Pflichten und wer hilft.

Woran erkennst du einen seriösen Betrieb für die Nestentfernung?

Einen seriösen Betrieb für die Nestentfernung erkennst du an einer festen Adresse in deiner Nähe, einem Preis am Telefon und einer Rechnung, die du nicht sofort an der Haustür bezahlen musst. Ein seriöser Schädlingsbekämpfer arbeitet mit der Naturschutzbehörde zusammen und prüft den Grund für den Eingriff.

Die Verbraucherzentrale nennt klare Warnzeichen. Beauftrage niemanden, der nur eine 0800-Nummer oder eine Handynummer angibt. Prüfe im Impressum, ob der Anbieter wirklich in deiner Nähe sitzt. Zahle nicht sofort, denn du hast das Recht, die Rechnung zum Beispiel bei der Verbraucherzentrale prüfen zu lassen. Einmal gezahltes Geld bekommst du laut Verbraucherzentrale nur schwer zurück, weil Adressen erfunden und Steuernummern mit „in Gründung“ angegeben werden.

Die Datenbasis der Redaktion zeigt, wie groß das Problem ist. Beim Abgleich der Einträge für den Kammerjäger wurden 294 Einträge als Callcenter- oder Scheinfilialnetz aussortiert, neben 1.842 erfassten Betrieben. Ein Merkmal war dieselbe Telefonnummer an fünf oder mehr Orten (Methodik). Die Verbraucherzentrale warnt vor Vermittlern im Internet, die Verträge nicht selbst schließen, sondern Dienstleister aus der Gegend schicken.

Qualifikation lässt sich erfragen. Frag, ob ein Geprüfter Schädlingsbekämpfer im Betrieb arbeitet, ob die Art vor Ort bestimmt wird und ob der Betrieb bei Hornissen die Genehmigung abwartet. Verneint der Betrieb diese Punkte, suchst du weiter.

Unser Verzeichnis zeigt Betriebe mit Adresse vor Ort, ohne Callcenter-Netze und ohne bezahlte Platzierung. Kammerjäger in deiner Nähe finden

Bereitschaftszeiten erfragst du direkt beim Betrieb. Für 99,5 Prozent der erfassten Betriebe fand die Redaktion in offenen Quellen keinen verlässlichen Nachweis eines Notdienstes, dort steht deshalb „Notdienst beim Betrieb erfragen“.

Einschätzung der Redaktion

Die Suche nach „wespennest entfernen kostenlos“ ist genauso häufig wie die nach den Kosten, jeweils rund 4.400 Mal im Monat. Das Bedürfnis ist berechtigt, denn der kostenlose Weg ist oft auch der richtige. Abwarten und Beraten stehen im Kosten-Kompass vorn, und das Umweltbundesamt empfiehlt dieselbe Reihenfolge. Die eigentliche Kostenfalle ist nicht die seriöse Rechnung, sondern der Mangel an Betrieben. Nur 749 von 2.931 Gemeinden ab 5.000 Einwohnern haben ein dichtes Angebot an Kammerjägern in der Nähe, und auf 1.842 erfasste Betriebe kommen 294 aussortierte Netzeinträge. Wo vor Ort wenige Betriebe sitzen, ist die erste Hotline in der Trefferliste verlockend, und genau davor warnt die Verbraucherzentrale. Unser Rat: Ruf zuerst die Naturschutzbehörde an, bevor du eine Firma suchst.

Das Wichtigste in Kürze

  • Laut Verbraucherzentrale (Stand 05.01.2026) sind im einfachen Fall 150 bis 250 Euro plus Mehrwertsteuer inklusive Anfahrt üblich, eine Umsiedlung kostet deutlich mehr.
  • Der Kosten-Kompass prüft vier Wege in fester Reihenfolge: Abwarten, Beraten, Umsiedeln, Entfernen.
  • Hornissen sind besonders geschützt, ohne Genehmigung der Unteren Naturschutzbehörde darf niemand ihr Nest entfernen.
  • In Mietwohnungen zahlt in der Regel der Vermieter, eine einmalige Entfernung gehört nicht in die Nebenkosten.
  • Die Grundpolicen der Gebäude- und Hausratversicherung zahlen in der Regel nicht, wohl aber ein Haus- oder Wohnungsschutzbrief.
  • Nur 749 von 2.931 größeren Gemeinden haben ein dichtes Angebot an Kammerjägern, frag deshalb immer nach dem Firmensitz.

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Häufige Fragen zu den Kosten der Wespennest-Entfernung

Wann ist die beste Zeit, ein Wespennest entfernen zu lassen?

Früh im Jahr ist das Volk klein, spät im Jahr ist die Saison fast vorbei. Laut Landratsamt Schwäbisch Hall erreicht ein Volk sein Maximum im August bis September und stirbt im Herbst ab. Ein Nest, das erst Ende September auffällt, lässt du nach dem Kosten-Kompass meist in Ruhe, sofern niemand allergisch ist.

Darf der Vermieter die Kosten auf die Nebenkosten umlegen?

Für eine einmalige Nestentfernung in der Regel nicht. § 2 Nr. 9 BetrKV erlaubt die Umlage der Ungezieferbekämpfung, das Amtsgericht Hamburg (Az. 45 C 35/01) beschränkt sie aber auf regelmäßige, vorbeugende Maßnahmen. Taucht die Position in deiner Abrechnung auf, lass sie beim Mieterverein prüfen.

Was kostet das Entfernen eines Hornissennests?

Einen belastbaren Durchschnittswert gibt es nicht. Zu den üblichen Faktoren kommen die Genehmigung der Unteren Naturschutzbehörde und das Risiko eines zweiten Nests durch Filialbildung. Frag vorab, ob der Betrieb die Genehmigung abwartet und ob eine Nachkontrolle im Preis enthalten ist.

Muss ich die Rechnung sofort an der Haustür bezahlen?

Nein. Die Verbraucherzentrale rät, niemals sofort zu zahlen und sich nicht unter Druck setzen zu lassen. Du darfst die Rechnung prüfen lassen, etwa bei der Verbraucherzentrale. Bei Drohungen oder Nötigung wählst du die 110.

Holt ein Imker einen Bienenschwarm kostenlos ab?

In vielen Fällen ja. Ein Infoblatt, das das Landratsamt Altötting bereitstellt, beschreibt eine bundesweite Vermittlung ehrenamtlicher Schwarmfänger, die kostenlos helfen. Das gilt für Honigbienen, nicht für Wespen oder Hornissen. Nach § 961 BGB darf der Eigentümer seinem ausgezogenen Schwarm zudem nachgehen.

Quellen und Stand

Wir vermitteln keine Einsätze und nehmen keine Anrufe entgegen. Angaben ohne Gewähr, Stand 30.09.2026. Bei Gefahr für Leib und Leben: 112.