Wenn plötzlich das Licht ausgeht, eine Steckdose nach Verschmortem riecht oder der Schutzschalter immer wieder auslöst, ist die Unsicherheit groß. Strom sieht man nicht, und ein Fehler in der Hausinstallation kann zu einem Brand oder zu einem Stromschlag führen. Deshalb gilt bei diesem Gewerk mehr als bei anderen: erst absichern, dann Hilfe rufen.
Auf dieser Übersicht findest du Elektrobetriebe aus freien Datenquellen, sortiert nach Ort. Wir vermitteln nichts, haben keine Hotline und nehmen keine Provision. Ob ein Betrieb tatsächlich einen Notdienst anbietet, ist meist nicht belegt, frage deshalb direkt beim Betrieb nach, bevor du dich auf eine schnelle Hilfe verlässt.
Sofort-Checkliste
- Bei Rauch, Flammen oder Funken das Gebäude verlassen, andere warnen und die 112 rufen. Nichts löschen, was du nicht gefahrlos erreichst.
- Bei Brandgeruch oder verschmorten Steckdosen den Strom am Sicherungskasten abschalten, wenn der Weg dorthin trocken und gefahrlos ist. Betroffene Geräte vom Netz trennen, soweit es gefahrlos geht.
- Prüfe, ob nur deine Wohnung betroffen ist oder auch Nachbarn und Straße. Bei einem Ausfall in der Umgebung den Netzbetreiber anrufen, dessen Nummer auf der Stromrechnung steht.
- Löst der Schutzschalter aus, ihn höchstens einmal zurückschalten. Fällt er erneut, nicht weiter probieren und einen Elektrofachbetrieb rufen. Bei Wasser in der Elektrik nichts berühren.
- Einen eingetragenen Elektrofachbetrieb anrufen, Fehler und Ort beschreiben, nach Anfahrt, Zuschlägen und Abrechnung fragen und nach dem Einsatz eine schriftliche Rechnung verlangen.
Typische Notfälle
- Stromausfall im Haus: was tun?
- FI-Schalter oder Sicherung fliegt raus: was tun?
- Stromausfall in der Wohnung
- FI-Schalter löst immer wieder aus
- Brandgeruch an der Steckdose
- Wasser in der Elektrik
- Sicherungskasten knistert oder brummt
Wann ein Elektro-Notdienst gebraucht wird
Ein echter Notfall liegt vor bei Brandgeruch, Rauch, Funkenbildung, geschmolzenen Steckdosen oder Wasser in der Elektrik. Bei Rauch oder Flammen ruf die 112. Ist der Strom nur in deiner Wohnung weg, während die Nachbarn Licht haben, kann ein Fehler in der Anlage vorliegen. Fällt der Strom im ganzen Haus oder in der ganzen Straße aus, ist der Netzbetreiber zuständig, dessen Störungsnummer auf deiner Stromrechnung und auf seiner Website steht. Ein flackerndes Licht oder eine einzelne tote Steckdose ist dagegen meist ein Termin.
Woran du einen seriösen Betrieb erkennst
Arbeiten an der Elektroanlage dürfen nur Elektrofachbetriebe ausführen, die dafür eingetragen und qualifiziert sind. Frage nach Firmenname, Anschrift und danach, ob der Betrieb in die Handwerksrolle eingetragen ist. Seriöse Betriebe nennen dir vorab ihre Kostenbestandteile, erklären, was sie tun, und dokumentieren die Arbeit. Misstrauen ist angebracht bei Anzeigen mit Lockpreisen, bundesweiten Nummern ohne Firmensitz, Barzahlung ohne Rechnung und bei Druck, unnötige Bauteile sofort zu kaufen.
Kosten verstehen
Der Preis für einen Elektro-Einsatz setzt sich aus mehreren Bausteinen zusammen: Uhrzeit und Wochentag, Anfahrt, Aufwand der Fehlersuche, Material und die Zugänglichkeit der Anlage. Eine einfache Ursache, die schnell gefunden wird, ist günstiger als eine Fehlersuche in verwinkelten Leitungen. Lass dir vor dem Auftrag nennen, wie der Betrieb abrechnet, und frage nach der Anfahrt und den Zuschlägen. Nach der Arbeit gehört eine schriftliche Rechnung mit Leistungsbeschreibung dazu.
Wer zahlt und wer zuständig ist
Für den Hausanschluss und die Leitungen bis zum Zähler ist der Netzbetreiber verantwortlich, für die Anlage dahinter der Eigentümer. Als Mieter meldest du Mängel an der Installation dem Vermieter oder der Hausverwaltung. Bei Schäden durch Brand, Überspannung oder Wasser kann eine Versicherung einspringen, das hängt vom Vertrag ab. Prüfe deshalb im Einzelfall die Police und melde Schäden zügig. Bei Fehlern an deinen eigenen Geräten trägst du in der Regel selbst die Kosten.
| Faktor | Wirkung |
|---|---|
| Uhrzeit und Wochentag | Nachts, am Wochenende und an Feiertagen fallen bei Notdiensten üblicherweise Zuschläge an, die den Gesamtbetrag erhöhen. |
| Anfahrtsweg | Je weiter der Betrieb entfernt sitzt, desto höher fällt die Anfahrt aus. Betriebe vor Ort haben kürzere Wege. |
| Aufwand der Fehlersuche | Ein offensichtlicher Defekt ist schnell behoben, versteckte Fehler in Leitungen oder Verteilern brauchen deutlich mehr Zeit. |
| Material und Bauteile | Schutzschalter, Leitungen, Steckdosen oder Verteilerteile werden gesondert berechnet und unterscheiden sich in Qualität und Ausführung. |
| Zugänglichkeit der Anlage | Ein frei zugänglicher Sicherungskasten spart Zeit, verstellte oder schwer erreichbare Anlagen verlängern den Einsatz. |
| Dokumentation und Prüfung | Nach Arbeiten an der Anlage sind Prüfungen und Dokumentation nötig, die zusätzliche Arbeitszeit erfordern. |
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Häufige Fragen
Was bedeutet es, wenn der FI-Schalter immer wieder auslöst?
Der Schutzschalter erkennt einen Fehlerstrom und schaltet ab, um dich vor Stromschlägen zu schützen. Du darfst ihn einmal zurückschalten. Löst er erneut aus, lass ihn aus und rufe einen Elektrofachbetrieb, statt weiter zu probieren. Trenne verdächtige Geräte vom Netz.
Was mache ich bei Brandgeruch an einer Steckdose?
Schalte den Strom am Sicherungskasten ab, wenn du ihn gefahrlos erreichst, und ziehe betroffene Geräte, wenn es gefahrlos geht. Bei Rauch oder Flammen verlasse das Gebäude und rufe die 112. Danach lässt du die Steckdose von einem Elektrofachbetrieb untersuchen.
Was tun bei Wasser in der Elektrik?
Berühre keine nassen Geräte oder Leitungen und betritt keine überfluteten Räume mit Strom. Schalte den Strom nur ab, wenn du den Sicherungskasten trocken erreichst. Sonst ruf die 112. Nach dem Wasserschaden muss ein Elektrofachbetrieb die Anlage prüfen, bevor sie wieder benutzt wird.
Darf ich Sicherungen oder Schalter selbst tauschen?
Als Laie solltest du das nicht tun. Zurückschalten eines ausgelösten Schutzschalters ist erlaubt, alles Weitere an der Anlage gehört in die Hände eines Elektrofachbetriebs. Fehler an Verteilern oder Leitungen können zu Brand und Stromschlägen führen, auch wenn es zunächst harmlos wirkt.
Wer ist bei einem Stromausfall in der Straße zuständig?
Zuständig ist der Netzbetreiber, nicht dein Stromanbieter und nicht ein Elektriker. Die Störungsnummer findest du auf der Stromrechnung oder auf der Website des Netzbetreibers. Halte Kühlschrank und Gefriertruhe möglichst geschlossen, damit die Kälte länger hält.
Wann reicht ein Termin statt eines Notdienstes?
Ein Termin genügt bei einer einzelnen toten Steckdose, einem flackernden Licht, einem lockeren Schalter oder dem Wunsch nach neuen Leitungen und Lampen. Ein Notdienst ist bei Brandgeruch, Funken, Wasser in der Elektrik oder immer wiederkehrendem Auslösen des Schutzschalters angebracht.
Zahlt die Versicherung nach einem Elektroschaden?
Bei Schäden durch Brand, Überspannung oder Wasser können Hausrat- oder Wohngebäudeversicherung eintreten. Das hängt vom Vertrag ab, im Einzelfall Police prüfen. Melde den Schaden zügig, mache Fotos und beauftrage größere Reparaturen erst nach Rücksprache mit dem Versicherer.
Darf jeder Handwerker an der Elektroanlage arbeiten?
Nein. Arbeiten an der Elektroanlage dürfen nur Elektrofachbetriebe ausführen, die dafür qualifiziert und eingetragen sind. Frage nach Nachweisen. Wer ohne Qualifikation arbeitet, gefährdet dich und riskiert, dass Versicherung und Gewährleistung später nicht greifen.
Weitere Notfall-Gewerke
- Schlüsseldienst
- Kammerjäger
- Rohrreinigung
- Klempner & Sanitär
- Heizung
- Abschleppdienst
- Dachdecker
- Glaser
- Wasserschaden & Leckortung
Notdienst-finden.de vermittelt keine Einsätze und nimmt keine Anrufe entgegen. Alle Angaben stammen aus offenen Datenquellen und sind ohne Gewähr, Stand 29.09.2026. Bei Gefahr für Leib und Leben wähle die 112.
