Kurz erklärt: Beim Aufbohren wird der Profilzylinder mit einem Bohrer zerstört, damit die Tür aufgeht. Der Zylinder muss danach ersetzt werden.
Beim Aufbohren setzt der Fachbetrieb einen Bohrer am Profilzylinder an und zerstört dessen Sperrmechanik. Danach lässt sich der Riegel zurückziehen, und die Tür geht auf. Das Verfahren ist grob, aber zuverlässig. Es kommt zum Einsatz, wenn eine zerstörungsfreie Öffnung nicht gelingt oder von vornherein nicht möglich ist.
Für dich bedeutet das: Der Zylinder ist danach unbrauchbar und wird durch einen neuen ersetzt. Das ist ein zusätzlicher Aufwand, und der Betrieb muss ein passendes Ersatzteil mitbringen. Bei hochwertigen Zylindern mit Bohrschutz dauert das Aufbohren länger und ist nicht immer erfolgreich. Wichtig ist, dass der Betrieb dir vorab sagt, warum er nicht schonend öffnen kann. Ein seriöser Betrieb probiert zuerst die zerstörungsfreie Methode, wenn die Tür nur zugefallen ist.
Vereinbare Aufbohren und Ersatz vor dem Beginn und lass dir den Festpreis inklusive Anfahrt nennen. Streiche nicht Vereinbartes von der Rechnung, bevor du unterschreibst. Wirst du zum Aufbohren gedrängt, obwohl die Tür nur zugefallen ist, ist Vorsicht geboten. Bei Druck oder Nötigung rufst du die 110. Wohnst du zur Miete, informiere den Vermieter über den Zylindertausch, besonders bei einer Schließanlage. Hebe den alten Zylinder als Beleg auf.
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Erklärung der Redaktion, Stand 29.09.2026. Sie ersetzt keine Beratung im Einzelfall.
