Glossar: Heizung & Gas

Heizkörper entlüften

Beim Entlüften lässt man eingeschlossene Luft aus dem Heizkörper ab. Das behebt Gluckern und kalte Stellen, ersetzt aber keine Störungsdiagnose.

Auch: Entlüften, Heizung entlüften

Kurz erklärt: Beim Entlüften lässt man eingeschlossene Luft aus dem Heizkörper ab. Das behebt Gluckern und kalte Stellen, ersetzt aber keine Störungsdiagnose.

Luft im Heizkörper entsteht im Betrieb, etwa nach dem Befüllen der Anlage oder wenn Wasser nachgespeist wird. Sie sammelt sich oben im Heizkörper und verhindert, dass das warme Wasser überall hinkommt. Typische Anzeichen sind Gluckern und Rauschen, ein Heizkörper, der oben kalt und unten warm bleibt, und eine spürbar schwächere Wärmeabgabe.

Das Entlüften erfolgt an einem Ventil am Heizkörper. Es gilt als einfacher Handgriff, bleibt aber ein Eingriff in die Anlage: Es kann heißes Wasser austreten, und der Anlagendruck sinkt. Schau deshalb danach aufs Manometer und melde auffällige Werte dem Betrieb oder dem Vermieter. Bist du unsicher, frag den Vermieter oder einen SHK-Betrieb, statt zu improvisieren. Am Heizgerät selbst und an Gasleitungen hast du dabei nichts zu tun.

Bleibt ein Heizkörper trotz Entlüften kalt, liegt es womöglich am Thermostat, an einer geschlossenen Leitung oder an einem Fehler in der Anlage. Zeigt das Heizgerät einen Störungscode, notiere ihn. Fällt die gesamte Heizung aus, ist Entlüften selten die Lösung. Mieter informieren bei einem Ausfall den Vermieter schnellstmöglich, der für Abhilfe sorgen muss. Nach dem Entlüften beobachtest du den Raum: Wird der Heizkörper gleichmäßig warm und sind die Geräusche verschwunden, war die Luft die Ursache. Bleibt das Problem, melde es und nenne, was du gesehen hast.

Bevor du anrufst Kontrolliere nach dem Entlüften den Anlagendruck am Manometer. Bei Unsicherheit oder anhaltend kalten Heizkörpern meldest du dich beim Vermieter oder SHK-Betrieb.

Wo der Begriff im Notfall wichtig wird

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Stand 29.09.2026. Allgemeine Erklärung ohne Gewähr, keine Rechts- oder Fachberatung.