Kurz erklärt: Der E-Check ist die Prüfung einer elektrischen Anlage durch einen Fachbetrieb mit Protokoll. Er zeigt Mängel und Brandrisiken, bevor etwas passiert.
Beim E-Check prüft ein Elektrofachbetrieb die elektrische Anlage eines Gebäudes oder fest angeschlossene Geräte. Er sichtet, misst und dokumentiert. Am Ende erhältst du ein Protokoll, in dem Mängel und Empfehlungen stehen. Es ist keine Reparatur, sondern eine Bestandsaufnahme mit Bewertung. Der Umfang richtet sich nach der Anlage und wird vorher besprochen. Ein Betrieb sollte dir erklären, was geprüft wird und was nicht, etwa ob Zähler, Verteiler, Leitungen, Steckdosen und Schutzeinrichtungen dazugehören. Nur so weißt du später, wie belastbar das Ergebnis ist.
Sinnvoll ist die Prüfung nach dem Kauf eines Hauses, nach größeren Umbauten, bei sehr alten Anlagen und immer dann, wenn Schutzschalter häufig auslösen oder Steckdosen warm werden. So erkennst du zum Beispiel, ob ein Fehlerstromschutz fehlt. Für neue Anlagen verlangt DIN VDE 0100-410 einen Fehlerstromschutz mit 30 mA Bemessungsdifferenzstrom für Steckdosenstromkreise bis 32 A und für Beleuchtungsstromkreise in Wohnungen. Ob deine Anlage das erfüllt, zeigt die Prüfung.
Achte darauf, wer prüft. Eine Elektrofachkraft, am besten ein Meisterbetrieb, sollte den Umfang vorab nennen und dir das Protokoll aushändigen. Lass dir gefundene Mängel erklären und nach Dringlichkeit ordnen. Behebe sie nie selbst. Als Mieter meldest du Auffälligkeiten dem Vermieter, der die Beauftragung übernimmt.
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Stand 29.09.2026. Allgemeine Erklärung ohne Gewähr, keine Rechts- oder Fachberatung.
